Dichtung — Mystik — Spiritualität



Hans Sterneder
Also spricht die Cheops-Pyramide


Einweihungsroman
Hardcover — 192 Seiten — 14,90 EUR
ISBN 978-3-940964-02-1

„Was ist das Leben? Das ganze Denken der Gelehrten müsste einzig nur
auf diese Frage aller Fragen,diese Urfrage der Schöpfung gerichtet sein.
Auf die Frage, was dieses hohe, heilige, nahezu göttlich-gewaltige Leben ist,
das alles weiß, alles plant, alles baut, alles trägt, erhält und unverlierbar behält!
Das nicht sichtbar ist, das nicht greifbar ist, das überhaupt nicht zu sein scheint –
und das dennoch die urgründigste Wirklichkeit sein muss, himmelhoch
über die scheinbare Sinnenwelt der stofflichen, hinfälligen Körper hinaus!“

Hans Sterneder

Was ist Zeit? ...Was ist Leid? ...Was ist Ewigkeit? Diese Fragen stehen am Anfang des Romans von Hans Sterneder. Während in der luxuriösen Halle des Mena House in Kairo Tanzmusik und seichte Unterhaltung die Luft erfüllen, beschäftigt den jungen Privatgelehrten Oswald Niebergall etwas ganz anderes. Er ist auf der Suche nach dem Geheimnis der Pyramiden und dem Sinn des Lebens. Plötzlich zieht ihn ein mächtiger Drang ans Ufer des Nils. Dort erwartet ihn ein alter Ägypter. Schnell erkennt Niebergall, dass er es mit einem Adepten, einem Eingeweihten, zu tun hat. Was in dieser Nacht geschieht, verändert sein Leben.

„Also spricht die Cheops-Pyramide“ erschien kurz vor Sterneders 80. Geburtstag und ist ein klassischer Einweihungsroman. Mit ihm kehrt der Dichter zurück zu den Wurzeln seines spirituellen Schaffens. Ähnlich wie im „Wunderapostel“ 40 Jahre zuvor erzählt er von einem nach Wissen und Erkenntnis strebenden jungen Mann, der einem geheimnisvollen Adepten begegnet und von ihm in wunderbarer Weise in das Menschheits-Urwissen eingeführt wird.

In seinem Roman deckt Hans Sterneder den tragischen Irrglauben an die Materie auf und führt zurück zur unumstößlichen Wahrheit eines kosmisch-geistigen Weltbildes. „Also spricht die Cheops-Pyramide“ ist das Vermächtnis eines großen Mystikers.

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Leseprobe

Das materialistische Weltbild zertrümmert
© Eich-Verlag, Thomas Eich 2009

„Endlich, nach Jahrtausenden mühevollsten Ringens, ließ die Natur die Forscher in unseren Tagen mit dem riesenhaften Auge der Elektronenmikroskope über das Molekül in die unsichtbare Welt der ATOME vordringen, ließ sie hineintreten in die göttliche Werkstatt dieses zehnmillionsten Teiles eines Millimeters.“
Bei diesen Worten strafft sich der Körper des jungen Forschers.
„Sie sahen und erlebten“, fährt der Lehrende fort, „mit staunender Fassungslosigkeit, dass dieses bis dahin ungekannte und unvorstellbare Nichts der fundamentale Baustein der ganzen sichtbaren Schöpfung ist, der mit dem Geheimnis, das er vor ihren verblüfften Sinnen auftat, ihr ganzes materialistisches Weltbild zertrümmerte. Denn sie schauten und fanden, dass dieser winzigste Teil der stofflichen Welt nicht, wie sie meinten, ein in sich geschlossenes Urstoffteilchen war, sondern sich als ein Sonnensystem offenbarte, in dem noch tausendmal winzigere Teilchen – die Elektronen, Neutronen und Protonen – um einen Atomkern genauso kreisen wie die Planeten um unsere Sonne.
Und dass in diesem winzigen Sonnensystem eine Kraft herrschen muss, die diese unvorstellbaren Urteilchen des Atoms in ewiger Bewegung hält, die sich obendrein (sowohl in ihren Bahnen wie in ihren Zeitumläufen) in gleichem, weisem, mikrokosmischem Rhythmus abspielt wie der Weg der Planeten um unsere Sonne.
Wir stehen in diesem mikrokosmischen Sonnensystem des Atoms also vor dem Wunder und Rätsel des Perpetuum mobile, jener ewigen Kraft, die es in Wirklichkeit auf der ganzen Erde nicht gibt!
Denn jede Kraft ist chaotisch, also unbewusst, willenlos und begrenzt.
Hier aber sehen wir in den Atomsplittern eine bewusste, lenkende und ewige Kraft.
Nachdem aber auch Kraft weder die Weisheit noch die Ewigkeit in sich tragen kann, so kamen die Atomforscher zwingend zu der Erkenntnis, dass hinter dieser ewigen und weisen Kraft eine bewusste, denkende, wollende und leitende INTELLIGENZ stecken muss, die sie, wie die Frühdenker aller Völker, GEIST nennen.
Und so stieg das ewige Urwissen vor den Augen der heutigen Atomforscher wieder auf, dass der letzte Urgrund der Materie weder der Stoff noch die Kraft, sondern jener ewige, unsichtbare Geist ist.
Denn wenn der Geist die Bahnen der Atompartikel und auch das Atom selbst nicht mehr wollte und seinen Willen aus der Kraft zöge, würde die im Atom wirkende Kraft aufhören. Damit würden seine Teilchen nicht mehr kreisen und das winzige Sonnensystem des Atomgefüges zerfallen und sich in Nichts auflösen.
Mit diesem Zerfallen des Atoms aber würden alle Geschöpfe der Erde, ja die Erde selber – da ja alles nur aus lauter Atomen besteht –, sich ebenfalls in Nichts auflösen. Und somit würden alle Geschöpfe und alle Gestirne, mit einem Wort das ganze Weltall, spurlos verschwinden.
Der Urgrund der sichtbaren, stofflichen Schöpfung ist also der unsichtbare Geist.
Weil es aber Geist an sich ebenso wenig geben kann wie Kraft oder Stoff an sich, so nahmen alle frühen Kulturvölker der Erde einen weisen und allmächtigen SCHÖPFER an.
Und sie nannten diesen Urquell aller Kraft und allen Geistes, diesen Schöpfer aller Kreatur, aller Himmel und aller Erden: – GOTT.
So hat das Atom das trübe ‚materia1istische Weltbild‘ endgültig zertrümmert und das leuchtende ,geistige Weltbild‘ aus seiner jahrhundertelangen Verschüttetheit erneut vor die Augen der Menschheit gestellt. Und es wird zwingend, in immerzu wachsendem Ausmaß, die tragische Geist- und Gottlosigkeit der letzten Jahrhunderte in den strahlenden Glanz eines neuen Geist- und Gotteswissens zu führen.“
Der Zuhörende ergreift aufgewühlt die Hand seines väterlichen Lehrers. Aus seiner Brust presst er die Worte:
„Mein Gott, was du vor meinen Augen mit gewaltigem Wort aufgerissen hast, schenkt unserer durch den materialistischen Irrwahn zerrütteten Welt das ewige Urwissen wieder und damit den Frieden, die beide in einer glücklicheren Zukunft den Gottesstaat werden erstehen lassen können.“

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